Überblick
- Kontext: 7-wöchiger Aufenthalt der 10.-Klässer*innen (15–16 Jahre) in deutschen Gastfamilien mit Schulbesuch
- Anzahl der SuS: 35 (aus FFM) + 2 SuS kommen direkt nach Marburg.
- 20 W 17 M
- Team: 2 Lehrerinnen (Fabiola, Francisca), 1 Reiseleiterin (Sina), Freunde der Reisegruppe (Hanna, Leni, Luna, Jan), Trainerteam: Malin (Teamo, N), Chris (T), Vincent (N), Nora (N), Maren (T)
- Unterkunft: Jugendherberge Marburg
- Beginn Camp: Abholen der Gruppe 15 Uhr, Flughafen FFM, Ankunft der Gruppe in der JuHe 05.01. ca. 19:00 Uhr
- Beginn Vorbereitung: 12 Uhr JuHe Marburg, Vorabbriefing bei Bedarf
Zielsetzung
- Deutsch aktiv & selbstbewusst sprechen (Hauptkompetenz: mündlicher Sprachgebrauch)
- Gesunde Fehlerkultur entwickeln (Fehler = Helfer)
- Mut sammeln, Ermutigung erfahren für die kommenden 7 Wochen in den Gastschulen
- So viele natürliche Sprachanlässe pro Person wie möglich – viele SuS müssen von euch „geschubst“ werden, sich zu trauen
Und in eigener Sache: Hanna + Jan kennen viele SuS aus Unterricht bzw. LernTeam-Feriencamp in Chile 2022.
Wir sind aus Lust und Laune anwesend, NICHT zur Kontrolle!
In der Unternehmensnachfolge ist die DS Puerto Montt für mich ein extrem wichtiger Kunde – ich möchte und muss sie fürs nächste Jahr wieder gewinnen.
Mittelfristig möchte ich ein LernTeam-Camp in Lateinamerika aufbauen.
Ablauf (Kurzfassung, Stand 29.12., Erweiterung folgt)
05.01. Anreise
- 12 Uhr Treffpunkt an JuHe
- 12:46 Abfahrt Abholteam (min. 3 Personen) nach FFM (wenn LT-Bus verfügbar, damit)
- 14:00 Landet das Flugzeug
- 15:00 Treffen am Flughafen, Gepäck verladen
- 15:30 Weiterfahrt mit Zug nach Marburg
- Zw. 17:00 und 19:00 Ankunft in JuHe, Abendessen
- 19:00 Ankunft der Direkt-Anreisenden am Hbf – bitte mit Berlingo abholen
- Abend: wenn alle fit: Begrüßungsrunde, Regeln, Ankommen, Spiele, kurzer Spaziergang, früh schlafen
06.–08.01. Programm
- Vormittags: ab 9 Uhr* Deutsch-Intensiv (Jan bereitet das vor – du individualisierst & supportest)
- 9–10 Uhr Briefing (Worum geht es heute, was brauchst du dafür)
- 10–12:30 Challenges starten
- Am Dienstag Ausschlafen bis 10 Uhr
- Nachmittags: Stadt Marburg & Ausflug Frankfurt, Uni-Besichtigung, Wandern (Budget: 500 €)
- Abends: 19–20:30 Seminarfach „Interkultur“ (3×90 Min):
1) Bisherige Erlebnisse/Erwartungen 2) Stolperfallen 3) Vorsätze.
(Jan bereitet Ablaufpläne vor, Besprechung am Montagabend)20:30–max. 22:00 Brettspiele & Redeanlässe / Interkulturelle Abende - + eure Ideen
09.01. Abreise
- Abfahrten ab Marburg Hbf
- 09:00 Gepäckshuttle zum Bahnhof, dann Material ins Büro
- Begleitung bis FFM (Abfahrt 11:30) und Brilon Wald (Abfahrt 10:30 – gesucht)
Sonstige Besonderheiten
Zimmerwünsche
Essen und Trinken
Medizinisches
Handyregelung
Unsere Pädagogik
Bei Stadtausflügen präsenter/enger begleiten (3er-Gruppen „unkontrolliert“ alleine geht nicht). Schule erwartet auch Kontrolle & Sicherheit.
Unterricht (Niveaustreuung)
Alkohol und Drogen
Viele Kids haben privat Kontakt dazu; im letzten Jahr gab es einen Alkoholvorfall – das darf dieses Jahr auf keinen Fall passieren.
Politisches
Möglicherweise vereinzelt verfassungswidriges Verhalten (Hitlergruß, Hakenkreuz). Bitte ohne Verzögerung an Jan melden:
präsent sein, konsequent Nein sagen, nicht abstempeln.
Bitte nicht in politische Debatten/Überzeugungsprojekte verstricken. Keine „Message-Shirts“ im Dienst.
Viele der Chilen*innen sind konservativer/nationaler als gewohnt (Uniformpflicht etc.).
Logistisches
- Treffpunkt am 05.01. um 12 Uhr an der JuHe
- Berlingo steht zur Verfügung
- Chris bringt uns zum Bahnhof
- Ca. 19 Uhr kommen 2 weitere Schülerinnen am Hbf an – bitte abholen
- Jan ist in Kontakt mit allen Eltern und den Zusatzschülerinnen
- Alle SuS haben ein Deutschlandticket
- Freitag: Berlingo wieder zum Büro, auspacken, Schlüssel bei Alex lassen
Unterricht
Vorweg:
- Wir haben 2 Fächer: “Deutsch Intensiv” (Vormittags, 3h) und “Interkultur” (Abends. 1,5 h)
- Deutsch Intensiv besteht immer aus 30 Minuten Vorbesprechung, 2 Stunden “City Challenge” und 30 min Reflexion
- Interkultur ist Seminarunterricht
- Die DS Puerto Montt ist eine IB-Schule. Die Unterrichtsplanung ist dort recht komplex und konzeptionell. Ich habe der Schule für unsere beiden Fächer “Deutsch Intensiv” und “InterKultur” je ein IB-Unterrichtskonzept verfasst. Wer fürs eigene Learning daran interessiert ist, schaue hier und hier. (Einfach Text kopieren und übersetzen lassen. Daraus habe ich mit ChatGPT eine Zusammenfassung erstellt (Wie gesagt: es ist keine Zauberei, sondern zeigt: Ihr macht einfach alles wie immer…)
- Ihr seid 5 Trainer*innen mit je 7/ 8 SuS
1. Grundhaltung
👉 Verstanden werden ist wichtiger als korrekt sein.
Unterricht ist kommunikatives Handeln, kein Grammatikunterricht.
Fehler sind erlaubt – Sprechmut ist das Ziel.
2. Zentrales Lernziel
Schüler:innen sollen:
- Alltagssituationen selbstständig meistern
- mit einfachen Mitteln in Kontakt treten
- interkulturell sicher werden
- wir fördern räumliche Orientierung, soziale Orientierung, zeitliche Orientierung, emotionale Orientierung, kulturelle Orientierung, alltagssprachliche Handlungskompetenz, spontane Kommunikation
3. Rolle der Trainer:innen
Ihr seid:
- Sprachvorbild
- Gesprächsanlassgeber (Spiele, Smalltag, Interesse, Stadtführer)
- Coach
- Sicherheitsnetz
- SEID EINFACH IHR, zeigt ein bisschen was von euch, Ihr seid die besten, die ich mir in der Woche hätte vorstellen können !
Es gilt: Vormachen > Erklären; Ermutigen > Korrigieren
4. Worauf besonders achten
Kommunikation vor Korrektheit
- Nur korrigieren, wenn Verständnis leidet
- Ein Ratschlag ist immer ein Schlag!
- Reformulieren statt verbessern (!!!!!!!!!!!!!!!!) z.B. SuS: “Es heute gibt Spaghetti con Tomatasouce” Du: “Ja, heute gibt es Spaghetti mit Tomatensauce”
Redemittel priorisieren
- feste Satzbausteine
- Höflichkeit (bitte, danke, Entschuldigung)
- Rettungssätze:
- Ich habe das nicht verstanden.
- Können Sie das bitte wiederholen?
- kannst Du langsamer sprechen?
Sprechmut stärken
- kleine Gruppen / Partnerarbeit
- niemand bloßstellen
- Erfolge sichtbar machen
City Challenges = Kern des Lernens
- reale Aufgaben, echte Gespräche
- Trainer begleiten beobachtend
- Hilfe nur bei Blockade
Nachbereitung immer!
- Was hat funktioniert?
- Was war schwierig?
- Neue Wörter sichern
6. Didaktische Leitlinien
- Sprache immer in natürlicher Handlung
- kurze Inputs, viel Sprechen
- reale Materialien (Menüs, Pläne, Stadt)
7. Goldene Regeln
✔ Kommunikation > Grammatik
✔ Sicherheit > Tempo
✔ Vormachen > Erklären
✔ Realität > Übung
✔ Ermutigen > Korrigieren
- Bucketlist für Challenges (Ihr könnt sie gerne Verbessern)
- Regeln und Konzept für die Challenges